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Der neue „Familienliebling“ im Test:

Fiat Freemont


-Variable Großraumlimousine mit Flugzeugfeeling

Fiat hat mit dem Freemont eine neue Großraumlimousine. Die soll, so die Werbung, der Familienliebling werden. Hört sich gut an und wir wollen es testen. Mit dabei sind Karin, Nela, die elfjährige Tochter, und Filius Lovis, mit sechs Jahren der Jüngste.

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Lovis ist vom Aussehen des Wagens begeistert. Noch mehr dann beim Öffnen der großen Hecktüre, die den Blick auf drei Reihen mit sieben Sitzen frei gibt. Der kleine Mann will in die hintere Reihe, die durch einfaches Umklappen und Verschieben des Mittelsitzes leicht erreichbar ist. Beim Reinklettern muss Karin, weil´s hoch ist, noch helfen. In seinem mitgebrachten Kindersitz hat er gute Rundumsicht. Denn die Sitzreihen sind, wie im Kino, nach hinten erhöht. Nela setzt sich auf einen der drei Plätze in der Mittelreihe. Durch Herausklappen der Sitzschale entsteht eine um 10 cm erhöhte Position, bei der die Sicherheitsgurte bei Jugendlichen ihre Schutzwirkung optimal entfalten. Sehr praktisch findet Nela, dass der mittlere Sitz komplett als Armlehne mit Dosenhalter umgeklappt werden kann. Umgeklappt und aufgeklappt werden kann noch einiges, beispielsweise der Boden oder der Beifahrersitz. Dort ist weiterer Platz zum Verstauen. Karin ist begeistert: Dreht man das Brillenfach im Fondhimmel, hat man einen Panoramaspiegel und den Nachwuchs gut im Blick. Fast wie im Flugzeug: Separat einstellbare Klimaanlage mit Gebläsedüsen über der mittleren Sitzreihe sowie Leselampen, die auch in der dritten Reihe für helles Licht sorgen. Der Freemont punktet neben reichlich Stauraum mit einer variablen Ladefläche. Mit wenigen Handgriffen verwandelt sich der Kleinbus in einen Kleintransporter. Leicht umklappbar sind – bis auf den Fahrersitz natürlich – alle Sitze. So entsteht eine flache Ladeebene mit annähernd 1.500 Liter Fassungsvermögen oder auch Schlafraum für bis zu drei Personen. Für Lovis eine faszinierende Vorstellung.

Ein Blick unter die Motorhaube
Ein 2.0-Liter-Turbodiesel-Motor mit Sechsgang- Schaltgetriebe mit 140 oder 170 PS, durchzugsstark und sparsam im Verbrauch – laut Werksangabe durchschnittlich 6,4 Liter. Der Wagen fährt ruhig, erst ab 120 km/h wird es brummiger. Die Lenkung ist nicht zu straff, die exakte Schaltung problemlos zu bedienen. Man sitzt gut, fühlt sich sicher auch bei Windböen und heftigem abendlichen Regen. Das Armaturenbrett ist übersichtlich gestaltet, das Infotainment-System verfügt über Touchscreen- Farbdisplay, mit dem sich Audioanlage, Navi, Drei-Zonen-Klimaautomatik und Sitzheizung steuern lassen. USB-Anschluss und AUX-Eingang sind selbstverständlich. Elektrisch verstellbar der Fahrersitz. Verstellbar auch das Lenkrad, leider nicht in der Tiefe.

Zwei Ausstattungen
Die Basisversion hat Wärmeschutzverglasung, Berganfahrhilfe, schlüsselloses Zugangs- und Startsystem, Leichtmetallräder und CD-Radio. Der von uns gefahrene Freemont Urban für unter 25.000 Euro verfügt außerdem über Bluetooth- Freisprechanlage, Lichtsensoren, Parksensoren hinten und Lederlenkrad.

Fazit
Viel Ausstattung zum vertretbaren Preis, reichlich Stauraum und große Flexibilität. Statt der großzügig zu öffnenden hinteren Türen wünscht sich Karin Schiebetüren. Nela zeigt sich zufrieden und Lovis findet alles toll, aber viel zu sauber. Na gut, letzteres wäre leicht zu ändern, um endgültig Familienliebling zu werden.