| „Sind
wir bald da?“, „Wie lange dauert das noch?“
Das
Duett auf den Rücksitzen schlägt bei langen Autofahrten
in den Urlaub oder zu Verwandten häufig quengelige Töne
an. Und irgendwann hilft auch das schönste Hörspiel
nicht gegen Langeweile und Unmut. Dann wird es Zeit, in die Spielkiste
zu greifen…
Hier ein paar Anregungen:
Koffer
packen
Der oder die Jüngste fängt an: „Ich packe in meinen
Koffer eine Zahnbürste.“ Der nächste stopft noch ein
Stück hinein: „Ich packe in meinen Koffer eine Zahnbürste
und einen Pullover.“ Der Dritte setzt die Folge fort: „Ich
packe in meinen Koffer eine Zahnbürste, einen Pullover und Kaugummi.“ So
wird reihum immer mehr in den Koffer gepackt. Und jeder Spieler zählt
die Sachen auf - bis sich jemand vertut oder nicht mehr weiter weiß.
Ob die Dampfwalze in den Koffer darf, müssen die Mitspieler gemeinsam
klären.
Die
Welt entdecken
Dieses Spiel ist sehr einfach und variabel. Ein Elternteil stellt
die Aufgabe: Autos in einer bestimmten Farbe oder einer bestimmten Marke
zu entdecken. Wer als erstes eine bestimmte Anzahl (5 oder 10) entdeckt
hat, hat gewonnen. Und nach fünf oder sieben Durchgängen wird
der Etappensieger ermittelt. Nicht geeignet ist das Spiel für Strecken
mit wenig Verkehr. Oder es sollte eine Zeit pro Runde festgelegt werden.
Autokennzeichen
raten
Je weiter Zuhause weg liegt, desto mehr unbekannte Buchstabenkombinationen
tragen die Nummernschilder der Autos. Wo kommen die wohl her? Wofür
steht TBB? Wofür GAP? Wer weiß es? Tipp: Im Straßenatlas
oder Kalender nachschlagen.
Sätze
aus Autokennzeichen
Aus den Buchstaben eines Kennzeichens einen Namen oder Satz
bilden. Beispiel: HU-MS = Hans untersucht meine Schlange.
Zwillinge
und Drillinge
Jeder hält auf seiner Seite Ausschau nach Autokennzeichen
mit gleichen Zahlen. Wer einen Zwilling oder Drilling entdeckt, meldet
dies und zählt die Zahlen zusammen. Wer zuerst 100 erreicht, hat
gewonnen.
Satz-Erfinder
Ein Mitspieler nennt einen Buchstaben, aus dem reihum jeder
einen Satz bilden muss, in dem alle Wörter mit diesem Buchstaben beginnen.
Wenn Hans S sagt, kann ein solcher Satz sein: Susi strickt selten schöne
Socken. Gewonnen hat der Mitspieler, der den Satz mit den meisten Wörtern
bildet.
Urlaubssprache
Ein Stapel mit Karteikärtchen enthält wichtige Wörter
in der Landessprache am Urlaubsziel. Reihum darf immer ein Spieler fünf
oder zehn Wörter von den anderen abfragen.
Wörterschlange
Ein Mitspieler fängt an mit einem zusammengesetzten Hauptwort
an und sagt Eiskugel. Der nächste sucht ein Wort, das mit Kugel
beginnt, wie Kugelschreiber. Dann folgen der Schreibtisch, das Tischtuch
und der, die oder das Tuch… Witzig, aber auf jeden Fall ein Fall
für eine gemeinsame Entscheidung ist folgende Abfolge: Pinselpackung – Dosenfutter.
Kommentar des Wortakrobaten: „Ne Dose ist auch eine Verpackung.“
Buchstabenschlange
Bei diesem Spiel ist der letzte Buchstabe eines Wortes zugleich
die Aufgabe für den ersten Buchstaben des Folgewortes: Eis, Sahne,
Engel, Land, Durst …. Je nach Wissensstand der Kinder lässt
sich die Schlange auf Themen eingrenzen wie Tiere, Länder, Schauspieler….
A
B C
In Gedanken sagt Mitspieler 1 das ABC auf, ein anderer sagt „Stopp“.
Aus dem Buchstaben, bei dem Mitspieler 1 war, müssen nun alle im
Auto reihum einen Begriff bilden. Bei S könnten das sein Schnitzel,
Sonne, Sand, Sauna … Man kann es auch einkreisen, beispielsweise
auf Begriffe, die einen am Urlaubsziel erwarten. Wenn die Suche nach
dem nächsten Begriff zu lange dauert, ist der nächste mit dem
ABC dran.
Fahrer
raten
Ein spaßiges Zwischenspiel ist das Fahrer-Raten. Beim Annähern
an ein zu überholendes Autos tippen die Mitspieler, wie der Mensch
am Lenkrad aussieht. Lacher sind dabei garantiert.
Tiere
raten
Ein Mitspieler beschreibt ein Tier, die anderen müssen raten.
Das große graue Tier, das in einer warmen bis heißen Region
lebt und eine lange Nase hat, dürfte schnell als Elefant erkannt
werden. Dann ist der nächste dran und wird zeigen, dass es auch
schwieriger geht. Wer von 20 beschriebenen Tieren die meisten errät,
hat gewonnen. Statt Tiere dürfen auch Berufe, Sportarten oder Länder
erraten werden.
Reim
dich
Heinz Erhardt hätte seine Freude am Dichten ohne Unterlass.
Städte- oder andere Namen, die auf den Verkehrsschildern stehen,
oder Schriftzüge auf Lastwagen liefern den Stoff für kleine
Reime. Beispiel: In München ist gut wünschen.
A
bis Z unterwegs
Reihum geht es beim Alphabet, dass die Mitspieler aus Dingen zusammenstellen,
die sie auf der Fahrt sehen. A wie Autotransporter, B wie Baustelle,
C wie Campingplatz…
Schlagloch-Kunst
Wenn die Erwachsenen auf den Vordersitzen mal eine Pause möchten,
darf sich der Nachwuchs hinten als Schlagloch-Künstler versuchen.
Ein Blatt Papier und Stift und eine Unterlage sind alles, was gebraucht
wird. Der Stift wird ganz locker in der Hand gehalten, jeder Hubbel auf
der Straße, jede Kurve, jedes Schlagloch, jedes Bremsmanöver
führen die Hand und nach einer Viertelstunde ist ein Städel-verdächtiges
Kunstwerk geschaffen.
Liedgut
Erkennen Sie die Melodie – gute Frage. Reihum darf jeder
ein möglichst bekanntes Lied summen. Wer den Titel als erstes errät,
bekommt einen Punkt. Sieger ist, wer zuerst fünf oder zehn Punkte
hat. Lustig ist auch gemeinsames Singen wie zum Beispiel die Endlos-Lieder „Drei
Chinesen mit dem Kontrabass“, „Auf der Mauer, auf der Lauer“, „Da
hat das rote Pferd sich einfach umgekehrt“. Kramen Sie doch mal
in Ihrem Gedächtnis, welche Schätze aus der Kindheit dort
noch schlummern.
Eine gute Fahrt!
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